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Über M42
Beschreibung
Der Große Orionnebel ist einer der hellsten diffusen Nebel am Himmel und das nächstgelegene große Sternentstehungsgebiet der Erde in etwa 1.344 Lichtjahren Entfernung. Er erstreckt sich über etwa 24 Lichtjahre und enthält einen jungen offenen Sternhaufen, das sogenannte Trapez, dessen heiße O- und B-Sterne den umgebenden Wasserstoff ionisieren und zum Leuchten bringen. Der Nebel ist Teil des viel größeren Orion-Molekülwolkenkomplexes, zu dem auch M43, die Pferdekopfnebel-Region und Barnards Schleife gehören.
Beobachtungstipps
Schon mit bloßem Auge als nebliger Fleck in Orions Schwert sichtbar, selbst bei mäßiger Lichtverschmutzung. Ein Fernglas zeigt den hellen Kern und die ausladenden Nebelflügel. Ein kleines Teleskop bei niedriger Vergrößerung (ca. 40x) löst die vier Sterne des Trapezes im Herzen des Nebels auf. Ein OIII- oder UHC-Filter verstärkt die Ausdehnung der Nebelhülle dramatisch, besonders die schwächeren Außenbereiche. Indirektes Sehen hilft, mehr Struktur zu erkennen. Am besten von Oktober bis März zu beobachten, wenn Orion abends hoch am Himmel steht.
Geschichte
Seit der Antike als nebliger Fleck bekannt, wurde seine Nebelnatur erstmals 1610 von Nicolas-Claude Fabri de Peiresc mit einem frühen Teleskop festgestellt. Johann Baptist Cysat beschrieb ihn unabhängig 1611. Charles Messier katalogisierte ihn 1769 als M42. Er war eines der ersten Objekte, die 1880 durch ein Teleskop fotografiert wurden (Henry Draper), und William Huggins bestätigte 1865 seine gasförmige Natur durch Spektroskopie.
Wissenswertes
Der Orionnebel ist eine Sternenkinderstube mit etwa 700 Sternen in verschiedenen Entstehungsstadien. Das Hubble-Weltraumteleskop hat darin über 150 protoplanetare Scheiben (Proplyds) entdeckt – potenzielle Sonnensysteme in der Entstehung. Könnte man das gesamte Gas im Orion-Molekülwolkenkomplex sehen, würde es den größten Teil des Sternbilds Orion ausfüllen.