M35
NGC 2168
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M35 · 24.0′ diameter · N up, E left
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Über M35
Beschreibung
M35 ist ein grosser, heller offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge (Gemini), etwa 2.800 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er erstreckt sich über etwa 24 Lichtjahre und enthält rund 500 Sterne, mit einem scheinbaren Durchmesser von etwa 28 Bogenminuten — ungefähr so gross wie der Vollmond. Das Alter des Haufens wird auf etwa 150 Millionen Jahre geschätzt. Seine hellsten Mitglieder sind blauweisse B-Sterne von etwa Magnitude 8,2. Nur 15 Bogenminuten südwestlich liegt der viel ältere und entferntere Haufen NGC 2158, der als nebliger Fleck erscheint — der visuelle Kontrast zwischen den beiden Haufen in unterschiedlichen Entfernungen ist ein Höhepunkt für Beobachter.
Beobachtungstipps
Am Fuss des westlichen Zwillings (Castor) gelegen, etwa 2,5 Grad nordwestlich von Eta Geminorum. Von dunklen Standorten aus mit blossem Auge als schwacher Nebelfleck sichtbar. Im Fernglas eine wunderschöne Streuung von Sternen. Ein kleines Teleskop bei 40-60x bietet einen atemberaubenden Blick auf Dutzende aufgelöster Sterne mit Ketten, Bögen und Lücken über die Haufenfläche. Achten Sie auf den kleinen, nebligen Begleiter NGC 2158 direkt südwestlich — dieser entfernte Haufen (etwa 11.000 Lichtjahre) erzeugt einen bemerkenswerten Tiefeneffekt. Am besten von Dezember bis März zu beobachten.
Geschichte
Entdeckt von Philippe Loys de Cheseaux um 1745-46 und unabhängig von John Bevis vor 1750 gefunden. Charles Messier katalogisierte ihn am 30. August 1764. William Herschel löste ihn in Sterne auf und bemerkte den nahen Haufen NGC 2158. M35 wurde umfassend als Labor für Sternentwicklung untersucht, insbesondere zum Verständnis des Übergangs vom Wasserstoffbrennen auf der Hauptreihe zu späteren Entwicklungsstadien.
Wissenswertes
Die Gegenuberstellung von M35 und NGC 2158 bietet eine eindrucksvolle visuelle Lektion in kosmischer Entfernung — M35 in 2.800 Lichtjahren erscheint gross und hell, während NGC 2158 in 11.000 Lichtjahren wie ein kleiner, schwacher Fleck aussieht, obwohl er intrinsisch reicher ist. NGC 2158 ist ausserdem etwa 10-mal älter als M35, sodass das Paar sowohl Entfernungs- als auch Alterseffekte gleichzeitig veranschaulicht.