Menu

M66

NGC 3627

Galaxie Hervorragend (68/100)

Spiral

NGC 3627 Galaxy Leo Sichtbar Stufe 3 Medium telescope (6-8") - Dark skies recommended
Sternkarte
Zur Liste hinzufügen Zum Plan hinzufügen Zurück zum Katalog

Eigenschaften

Helligkeit 9.0
Winkelgröße 10.3′ × 4.6′
Positionswinkel 168°
Galaxientyp Spiral (SABb)
B, vL, mE 150deg , mbM, 2 st np; = M66

Position & Bezeichnungen

RA 11h 20m 12.0s
Dec +12° 58' 60.0"
Sternbild Leo
Katalog NGC 3627

Sichtbarkeit

Standort in den Benutzereinstellungen festlegen um Sichtbarkeitsdaten zu sehen.

Eyepiece View

80x TFOV: 0.6° Lim. mag: 14.2
N E

M66 · 10.3′×4.6′ · N up, E left

Surface Brightness & Visibility

Morphology Decoder

Rotverschiebung

Durchmusterungsbild

Durchmusterungsbild wird geladen…

Über M66

Beschreibung

M66 (NGC 3627) ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Löwe (Leo), etwa 36 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Als Typ SAB(s)b klassifiziert, ist sie eine intermediärä Balkenspiralgalaxie und das grösste und hellste Mitglied des Leo-Tripletts mit einer Helligkeit von 8,9 mag. Sie erstreckt sich über etwa 9,1 mal 4,2 Bogenminuten, was einem wahren Durchmesser von rund 95.000 Lichtjahren entspricht. Anders als ihre Nachbarin M65 zeigt M66 eine ausgeprägete Asymmetrie in ihren Spiralarmen — ein deutliches Zeichen gravitativer Wechselwirkung mit ihren Begleitgalaxien. Die Spiralarme sind verschoben und aufgefächert, wobei ein Arm deutlich länger und ausgedehnter erscheint als der andere. Die Galaxie zeigt auffällige Staubbänder und einen ungewöhnlich grossen zentralen Balken. M66 ist reich an HII-Regionen, in denen aktive Sternentstehung stattfindet.

Beobachtungstipps

Direkt neben M65 gelegen, etwa 20 Bogenminuten ostsüdstöstlich. Beide Galaxien erscheinen im selben Gesichtsfeld bei niedriger Vergrösserung. M66 ist etwas heller als M65 und erscheint breiter. Im Fernglas ist sie als schwacher nebliger Fleck neben M65 sichtbar. Ein 100-mm-Teleskop bei 80-100x zeigt ein ovales Leuchten mit hellem, verdichtetem Kern. Mit einem 200-mm-Teleskop zeigt M66 mehr Struktur als M65 — die asymmetrischen Spiralarme werden als Helligkeitsvariationen sichtbar. Ein 300-mm-Teleskop unter dunklem Himmel zeigt erhebliche Details. Am besten von Februar bis Mai zu beobachten.

Geschichte

Entdeckt von Charles Messier am 1. März 1780 zusammen mit M65. Die asymmetrische Struktur von M66 wurde von frühen Beobachtern bemerkt, aber erst im 20. Jahrhundert durch die Theorie der Gravitationswechselwirkung vollständig erklärt. Vier Supernovae wurden in M66 aufgezeichnet: SN 1973R, SN 1989B, SN 1997bs und SN 2009hd, was sie zu einer der produktivsten Supernova-Galaxien im Messier-Katalog macht.

Wissenswertes

M66 hat seit 1973 vier beobachtete Supernovae hervorgebracht — mehr als fast jede andere Messier-Galaxie. Der Gravitationskampf zwischen den drei Mitgliedern des Leo-Tripletts hat M66 ein schiefes Aussehen verliehen, das besonders auf Fotos auffällt, wo ein Spiralarm viel weiter reicht als der andere.