M74
NGC 628
Eigenschaften
Position & Bezeichnungen
Sichtbarkeit
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Eyepiece View
M74 · 9.9′×9.3′ · N up, E left
Surface Brightness & Visibility
Morphology Decoder
Rotverschiebung
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Über M74
Beschreibung
M74, die Phantomgalaxie, ist eine Grand-Design-Spiralgalaxie in etwa 32 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Fische. Sie ist nahezu frontal zu unserer Sichtlinie orientiert und zeigt zwei wunderschön symmetrische Spiralarme, die sich von ihrem kleinen, hellen Kern nach außen winden. Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 95.000 Lichtjahren, ähnlich der Milchstraße. M74 hat eine relativ niedrige Flächenehlligkeit, was ihr den Spitznamen 'Phantom' einbrachte, da sie trotz ihrer mässigen integrierten Helligkeit von 9,4 mag überraschend schwer zu beobachten sein kann. Die Galaxie enthält etwa 100 Milliarden Sterne und beherbergt zahlreiche HII-Sternentstehungsregionen entlang ihrer Spiralarme.
Beobachtungstipps
Etwa 1,5 Grad ost-nordöstlich des Sterns Eta Piscium gelegen. M74 ist berüchtigt als eines der am schwierigsten zu beobachtenden Messier-Objekte wegen ihrer sehr niedrigen Flächenhelligkeit — ihr Licht verteilt sich über eine große Fläche. Bei lichtverschmutztem Himmel kann sie nahezu unsichtbar sein. Dunkler, transparenter Himmel ist unverzichtbar. In einem 100-mm-Teleskop suchen Sie nach einem schwachen, diffusen kreisförmigen Leuchten mit leicht hellerem Zentrum. Ein 200-mm-Teleskop kann mit indirektem Sehen Andeutungen der Spiralstruktur zeigen. Verwenden Sie niedrige Vergrösserung und Weitfeld-Okulare. Am besten von Oktober bis Januar zu beobachten.
Geschichte
Im September 1780 von Pierre Mechain entdeckt und im folgenden Monat in Messiers Katalog aufgenommen. Aufgrund ihrer niedrigen Flächenhelligkeit hatten viele Beobachter nach Messier Schwierigkeiten, sie zu finden, was zu ihrem Phantomruf beitrug. Drei Supernovae wurden in M74 beobachtet: SN 2002ap (eine seltene Typ-Ic-Hypernova), SN 2003gd (Typ II) und SN 2013ej (Typ II). Das James Webb Space Telescope nahm 2022 atemberaubende Infrarotbilder von M74 auf, die feinste Details der Spiralstruktur und Staubverteilung enthüllten.
Wissenswertes
M74 wird oft als das am schwersten zu findende Messier-Objekt genannt und ist damit ein Angstgegner für Messier-Marathon-Läufer. Ihre nahezu perfekte frontale Orientierung und die symmetrischen Spiralarme machen sie zu einer der fotogensten Galaxien am Himmel, doch visuell bleibt sie frustrierend schwer fassbar. Die Supernova von 2002 in M74 war eine der nächsten jemals beobachteten Typ-Ic-Hypernovae, die Material mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ausstieß.