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Über Vesta
Beschreibung
Vesta ist das zweithellste Objekt im Asteroidengürtel und der einzige Asteroid, der unter idealen Bedingungen mit bloßem Auge sichtbar ist. Mit 525 km Durchmesser besitzt Vesta einen differenzierten Aufbau mit Eisen-Nickel-Kern, Gesteinsmantel und basaltischer Kruste – eher ein Protoplanet als ein typischer Asteroid. Das riesige Einschlagbecken Rheasilvia am Südpol (505 km breit) schleuderte etwa 1 % von Vestas Volumen ins All und erzeugte die HED-Meteoriten, die auf der Erde gefunden werden.
Beobachtungstipps
Vesta erreicht in günstigen Oppositionen 5,1 mag und ist damit mit bloßem Auge sichtbar. Im Fernglas erscheint sie als heller, sternförmiger Punkt. Ihre Bewegung vor dem Sternhintergrund verrät sie innerhalb von zwei bis drei Nächten. Oppositionen finden etwa alle 15,5 Monate statt. Kein Amateurteleskop kann die nur 0,6 Bogensekunden große Scheibe auflösen.
Geschichte
Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Wilhelm Olbers entdeckt – der vierte gefundene Asteroid. In den 1990er-Jahren enthüllte das Hubble-Teleskop erste Oberflächendetails. Die NASA-Sonde Dawn umkreiste Vesta von Juli 2011 bis September 2012 und kartierte die Oberfläche detailliert.
Wissenswertes
Etwa 6 % aller auf der Erde gefundenen Meteoriten stammen von Vesta. Sie ist der einzige Asteroid mit nachgewiesenem differenziertem Inneren – ein überlebender Protoplanet aus der Frühzeit des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren. In maximaler Helligkeit überstrahlt Vesta sogar Uranus.