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Pierre-Simon Laplace

Public domain, via Wikimedia Commons

Pierre-Simon Laplace

1749 – 1827

Französisch

18. Jahrhundert

Himmelsmechanik; Nebularhypothese zur Entstehung des Sonnensystems

Biografie

Pierre-Simon Laplace

NASA/ESA, via Wikimedia Commons

Pierre-Simon Marquis de Laplace war ein französischer Mathematiker und Astronom, der als "Newton Frankreichs" bezeichnet wurde. Geboren 1749 in Beaumont-en-Auge in der Normandie, stieg er trotz bescheidener Herkunft zu einem der einflussreichsten Wissenschaftler seiner Epoche auf. Sein Hauptwerk, die fünfbändige Mécanique céleste (Himmelsmechanik), übersetzte Newtons geometrische Gravitationstheorie in die Sprache der Analysis und bewies, dass das Sonnensystem langfristig stabil ist. Als Napoleon ihn fragte, warum Gott in seinem Werk nicht vorkomme, soll Laplace geantwortet haben: "Sire, ich hatte diese Hypothese nicht nötig." Laplace formulierte die Nebularhypothese, nach der das Sonnensystem aus einer rotierenden Wolke heißen Gases entstand, die sich langsam zusammenzog und abkühlte. Diese Idee bildet in modifizierter Form noch heute die Grundlage unseres Verständnisses der Planetenentstehung. Seine mathematischen Beiträge waren ebenso tiefgreifend: die Laplace-Transformation, die Laplace-Gleichung und fundamentale Arbeiten zur Wahrscheinlichkeitstheorie, die in seinem Werk Théorie analytique des probabilités zusammengefasst sind. Er zeigte, dass die scheinbaren Unregelmäßigkeiten in den Bahnen von Jupiter und Saturn langperiodische Oszillationen sind und keine Anzeichen von Instabilität. Laplace überlebte die Französische Revolution, das Direktorium und das Kaiserreich und wurde von Napoleon zum Senator und kurzzeitig zum Innenminister ernannt.

Wichtige Entdeckungen

Verfasste die Mécanique céleste, die Newtons Gravitationstheorie in analytische Mathematik übersetzte. Formulierte die Nebularhypothese zur Entstehung des Sonnensystems. Bewies die langfristige Stabilität des Sonnensystems. Entwickelte die Laplace-Transformation und die Laplace-Gleichung. Leistete grundlegende Beiträge zur Wahrscheinlichkeitstheorie.