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M27

Dumbbell Nebula

PlanetaryNebula Vulpecula Mag 7.4

Objektdaten

Katalogbezeichnung
M27
Typ
PlanetaryNebula
Sternbild
Vulpecula
Helligkeit
7.4
Rektaszension
19h 59m 36.3s
Deklination
+22° 43' 16.1"
Entfernung
1,360 Lichtjahre
Winkelgröße
15.2
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Über M27

Beschreibung

Der Hantelnebel ist ein großer, heller planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs (Vulpecula), etwa 1.360 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er war der erste planetarische Nebel, der jemals entdeckt wurde. Der Nebel hat die Form eines gestreckten Rotationsellipsoids und erscheint aus unserer Perspektive hantel- oder sanduhrförmig. Er erstreckt sich über etwa 2,5 Lichtjahre und dehnt sich mit ungefähr 31 km/s aus. Der Zentralstern ist einer der größten bekannten Weißen Zwerge mit einer geschätzten Oberflächentemperatur von 85.000 K.

Beobachtungstipps

Etwa 3 Grad nördlich der Pfeilspitze von Sagitta gelegen. Im Fernglas leicht als deutlicher nebliger Fleck zu finden. In einem 100-mm-Teleskop bei 50–80x ist die charakteristische Hantel- oder Apfelbutzenform deutlich sichtbar. Größere Öffnungen enthüllen die schwächeren Ausläufer, die die Form zu einem vollständigeren Oval erweitern. Ein OIII- oder UHC-Filter verstärkt die Ansicht dramatisch und enthüllt mehr Nebelstruktur. Der Zentralstern ist in 200-mm-Teleskopen oder größer sichtbar. Am besten von Juli bis Oktober zu beobachten. Einer der lohnendsten planetarischen Nebel für Einsteiger.

Geschichte

Am 12. Juli 1764 von Charles Messier entdeckt – der erste planetarische Nebel, der jemals in der Geschichte aufgezeichnet wurde. Messier beschrieb ihn als ‚einen Nebel ohne Stern, von ovaler Form'. William Herschel prägte später in den 1780er-Jahren den irreführenden Begriff ‚planetarischer Nebel'. Das Alter des Nebels wird anhand seiner Expansionsrate auf 9.800 Jahre geschätzt.

Wissenswertes

Obwohl er der erste entdeckte planetarische Nebel war, sieht M27 nicht wie ein Ring aus (anders als M57). Seine Form hängt ganz von unserem Blickwinkel ab – von der Seite betrachtet würde er gestreckter erscheinen. Der Nebel enthält Knoten aus dichtem Gas, die vom Sternwind des Zentralsterns geformt werden, jeder ungefähr so groß wie unser Sonnensystem.

Community-Fotos (1)

Credit: Credit:\n\nREU program/NOIRLab/NSF/AURA. License: CC BY 4.0. (Wikimedia Commons)

Credit: Credit:\n\nREU program/NOIRLab/NSF/AURA. License: CC BY 4.0. (Wikimedia Commons)

Skybred Feb 28, 2026