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M57

Ring Nebula

PlanetaryNebula Lyra Mag 8.8

Objektdaten

Katalogbezeichnung
M57
Typ
PlanetaryNebula
Sternbild
Lyra
Helligkeit
8.8
Rektaszension
18h 53m 35.1s
Deklination
+33° 01' 45.0"
Entfernung
2,300 Lichtjahre
Winkelgröße
2.5
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Über M57

Beschreibung

Der Ringnebel ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel, etwa 2.283 Lichtjahre entfernt im Sternbild Leier. Trotz seines Namens hat er nichts mit Planeten zu tun – der Begriff wurde von William Herschel geprägt, weil diese Nebel durch frühe Teleskope den Scheiben von Planeten ähnelten. Der Ring ist eine Schale aus ionisiertem Gas, die vor ungefähr 4.000 Jahren von einem sterbenden sonnenähnlichen Stern ausgestoßen wurde. Der Zentralstern, ein heißer Weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von etwa 120.000 K, beleuchtet die sich ausdehnende Hülle.

Beobachtungstipps

Leicht zu finden zwischen Beta und Gamma Lyrae (den beiden unteren Sternen des Leier-Parallelogramms). Bei niedriger Vergrößerung erscheint er als leicht verschwommener Stern. Bei 100x oder mehr in einem 100-mm-Teleskop wird die Ringform deutlich sichtbar – ein kleiner, heller Rauchring, der im Weltraum schwebt. Das zentrale Loch ist mit indirektem Sehen leichter zu erkennen. Der Zentralstern erfordert mindestens ein 300-mm-Teleskop unter ausgezeichneten Bedingungen. Ein OIII-Filter verbessert den Kontrast gegenüber dem Himmelshintergrund. Am besten von Juni bis November zu beobachten, wenn die Leier hoch am Himmel steht.

Geschichte

Im Januar 1779 von Antoine Darquier de Pellepoix entdeckt, der ihn als ‚einen sehr matten Nebel, aber perfekt umrissen; so groß wie Jupiter und wie ein verblassender Planet aussehend' beschrieb. Charles Messier fand ihn im selben Monat unabhängig und nahm ihn in seinen Katalog auf. Im 19. Jahrhundert enthüllte die Spektroskopie seine gasförmige Natur, und er wurde zum Prototyp für das Verständnis, wie sonnenähnliche Sterne ihr Leben beenden.

Wissenswertes

Der Ringnebel ist nicht wirklich ringförmig – er ähnelt eher einem Fass oder Zylinder, den wir zufällig nahezu von oben betrachten. Hubble-Aufnahmen enthüllen komplexe Knoten und Streifen im Gas. In etwa 10.000 Jahren wird sich der Nebel so weit ausgedehnt und verblasst haben, dass er nicht mehr sichtbar ist. Unsere eigene Sonne wird in etwa 5 Milliarden Jahren einen ähnlichen planetarischen Nebel erzeugen.

Community-Fotos (1)

Credit: ESA/Webb, NASA, CSA, M. Barlow, N. Cox, R. Wesson. License: CC BY 4.0. (Wikimedia Commons)

Credit: ESA/Webb, NASA, CSA, M. Barlow, N. Cox, R. Wesson. License: CC BY 4.0. (Wikimedia Commons)

Skybred Feb 28, 2026