California nebula — Emissionsnebel in Perseus
NGC 1499
Über California nebula
Beschreibung
Der Kaliforniennebel ist ein großer Emissionsnebel im Sternbild Perseus, etwa 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er erstreckt sich über rund 2,5 Grad am Himmel — fünf Vollmonddurchmesser — und trägt seinen Namen wegen seines unverkennbaren Umrisses, der fast exakt den US-Bundesstaat nachzeichnet. Der Wasserstoff des Nebels wird vom nahegelegenen heißen blauen Stern Xi Persei (Menkib) ionisiert, einem der leuchtkräftigsten O-Sterne im Umkreis von 2.000 Lichtjahren um die Sonne. Seine niedrige Flächenhelligkeit und die spezifischen Emissionswellenlängen machen ihn trotz seiner Unsichtbarkeit in herkömmlichen Filtern zu einem berühmten Ziel für die Astrofotografie und Schmalbandbeobachtung.
Beobachtungstipps
Visuell einer der schwierigsten Paradeobjekte am Nordhimmel — seine Flächenhelligkeit ist extrem gering, und ohne Filter ist er selbst an dunklen Standorten praktisch unsichtbar. Ein H-beta-Filter (manchmal „Kalifornien-Filter“ genannt) verwandelt ihn: im Fernglas oder in einem kurzen, schnellen Refraktor bei sehr niedriger Vergrößerung erscheint ein geisterhafter U-förmiger Bogen. Ein UHC-Filter funktioniert ebenfalls, OIII nicht. Am besten um Xi Persei herum mit einem tatsächlichen Feld von mindestens 2,5 Grad einzurahmen. Fotografisch trivial mit einer DSLR und H-alpha-Filter. Am besten von Oktober bis Februar zu beobachten.
Geschichte
Am 3. November 1884 von Edward Emerson Barnard mit einem 6-Zoll-Refraktor entdeckt. Barnard — später berühmt für seinen Dunkelnebelkatalog und die Entdeckung des Barnardschen Sterns — bemerkte das schwache Leuchten um Xi Persei während der Suche nach Kometen. Die kalifornienartige Form war amerikanischen Beobachtern von Anfang an offensichtlich, und der Name setzte sich durch. Isaac Roberts fertigte in den 1890er Jahren eine der ersten Fotografien des Nebels an, und seither ist er ein beliebtes Ziel für Deep-Sky-Astrofotografen.
Wissenswertes
Der Kaliforniennebel ist eines der wenigen Objekte, bei denen ein H-beta-Filter den üblicheren OIII-Filter deutlich übertrifft — eine Folge seiner wasserstoffdominierten Emission mit relativ schwachen Sauerstofflinien. Xi Persei, der ihn antreibt, ist ein Runaway-Stern, der mit fast 60 km/s durch den Raum zieht, vor Millionen Jahren aus einem Sternhaufen herausgeschleudert. Von einem dunklen Standort aus bedeckt der Nebel eine Fläche mehr als dreißigmal so groß wie die Mondscheibe.
Beobachten
1Eigenschaften
Position & Bezeichnungen
2Wie leicht zu erkennen?
| Teleskop | Bortle 3 | Bortle 4 | Bortle 5 |
|---|---|---|---|
| 80 mm Refraktor 80mm Refr. | Mittel+ | Mittel | Mittel |
| 150 mm Newton 150mm Newt. | Mittel+ | Mittel+ | Mittel+ |
| Celestron C8 (203 mm SCT) C8 203mm | Mittel+ | Mittel+ | Mittel+ |
Bortle 3 = ländlich · 4 = Stadtrand · 5 = Vorstadt
Mit O-III-Filter
| Teleskop | Bortle 3 | Bortle 4 | Bortle 5 |
|---|---|---|---|
| 80 mm Refraktor 80mm Refr. | Leicht | Leicht | Mittel+ |
| 150 mm Newton 150mm Newt. | Leicht | Leicht | Leicht |
| Celestron C8 (203 mm SCT) C8 203mm | Leicht | Leicht | Leicht |
3Sichtbarkeit
Standort in den Benutzereinstellungen festlegen um Sichtbarkeitsdaten zu sehen.
4
Filterempfehlung
5
Okularansicht
California nebula · 160.0′×40.0′ · N up, E left
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6
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Sichtbarkeitswerte gelten für ein 150-mm-Newton bei Bortle 4.
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