Messier 41 — Offener Sternhaufen in Canis Major
Little Beehive Cluster
Über M41
Beschreibung
M41 ist ein heller, markanter offener Sternhaufen im Sternbild Grosser Hund (Canis Major), etwa 2.300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er enthält rund 100 Sterne, verteilt über etwa 25 Lichtjahre, mit einem scheinbaren Durchmesser von etwa 38 Bogenminuten — grösser als der Vollmond. Mit 4,5 mag ist er unter guten Bedingungen mit blossem Auge als schwacher nebliger Fleck etwa 4 Grad südlich von Sirius sichtbar, dem hellsten Stern am Himmel. Der Haufen ist etwa 190-240 Millionen Jahre alt. Sein hellster Stern ist ein orangefarbener Riese vom Typ K3 nahe dem Haufenzentrum mit etwa 6,9 mag, umgeben von mehreren heissen blauweissen Sternen.
Beobachtungstipps
Sehr leicht zu finden — einfach etwa 4 Grad genau südlich von Sirius schauen. Von dunklen Standorten mit blossem Auge als nebliger Fleck sichtbar. Im Fernglas zeigt sich eine schöne Streuung heller Sterne vor dunklem Hintergrund, wobei der orangefarbene Zentralstern hervorsticht. Ein Teleskop bei 25-50x bietet die beste Ansicht und zeigt den gesamten Haufen mit schonem Farbkontrast zwischen dem orangefarbenen Riesen und den umgebenden blauweissen Sternen. Höhere Vergrösserung verliert den Gesamteindruck. Am besten von Dezember bis Februar.
Geschichte
Möglicherweise Aristoteles bekannt, der um 325 v. Chr. einen 'wolkigen Fleck' nahe Sirius notierte. Giovanni Battista Hodierna verzeichnete ihn vor 1654. John Flamsteed beobachtete ihn 1702, und Charles Messier katalogisierte ihn 1765. Die Nähe des Haufens zu Sirius hat ihn im Laufe der Geschichte zu einem leichten Ziel gemacht, obwohl die überwältigende Helligkeit von Sirius den Haufen durch Blendung schwerer mit blossem Auge erkennbar macht.
Wissenswertes
M41 könnte seit über 2.300 Jahren bekannt sein, falls Aristoteles' 'wolkiger Fleck' nahe Sirius tatsächlich dieser Haufen ist. Er ist eines der südlichsten Messier-Objekte für Beobachter der Nordhalbkugel, überquert den Meridian aber in bequemer Höhe von den meisten mittleren Breitengraden. Der orangefarbene Riese nahe dem Haufenzentrum ist etwa 700-mal leuchtkräftiger als die Sonne und bietet einen auffälligen Farbkontrast zu den jüngeren blauweissen Haufenmitgliedern.
Beobachten
1Eigenschaften
Position & Bezeichnungen
2Wie leicht zu erkennen?
| Teleskop | Bortle 3 | Bortle 4 | Bortle 5 |
|---|---|---|---|
| 80 mm Refraktor 80mm Refr. | Leicht | Leicht | Leicht |
| 150 mm Newton 150mm Newt. | Leicht | Leicht | Leicht |
| Celestron C8 (203 mm SCT) C8 203mm | Leicht | Leicht | Leicht |
Bortle 3 = ländlich · 4 = Stadtrand · 5 = Vorstadt
3Sichtbarkeit
Standort in den Benutzereinstellungen festlegen um Sichtbarkeitsdaten zu sehen.
4
Okularansicht
5
Beste Vergrößerung
6Wo dieser Haufen in der Zeit steht
Offene Sternhaufen umfassen mehr als vier Größenordnungen an Alter — von jungen OB-Assoziationen bis zu uralten, metallreichen Gebilden.
7
Farben-Helligkeits-Diagramm
Das Farben-Helligkeits-Diagramm eines Sternhaufens verrät sein Alter: je bläulicher der Abknickpunkt der Hauptreihe zu den Roten Riesen, desto jünger der Haufen.
Jeder Punkt ist ein Gaia-DR3-Mitglied. Farbe codiert den Spektraltyp; Größe spiegelt die Mitgliedschaftswahrscheinlichkeit wider.
Erkunden
8
Klassifikationsdekoder
Entdecken
9
Lichtlaufzeit-Zeitmaschine
10
Relativistische Reise
Community-Fotos (1)
Credit: Chuck Ayoub. License: CC0. (Wikimedia Commons)
Skybred Feb 28, 2026
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