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Doppelsterne und Jupiter mit dem Doppel-Rig. Test der Nightbase Audioaufnahmen.

Skybred April 7, 2026 9:15 PM – 10:55 PM Published Apr 8, 2026 Deutsch Deutsch
Klarer Hamburger Gartenhimmel mit guter Transparenz, aber mäßigem Seeing – trotzdem ein produktiver Abend mit 14 Objekten in knapp anderthalb Stunden. Das Doppel-Refraktor-Rig mit Williams 66 und Vixen ED 103 bewährte sich, Star Hopping geht damit flüssig und teils erstaunlich schnell. Highlight war das Leo Triplet als Abschluss, wobei M66, M65 gelangen, NGC 3628 aber im Hamburger Himmel verschwand.
Bortle 4, ~54°N Clear, 7°C, Humidity 56%, Wind 7 km/h, Seeing: Poor, Transp: Excellent

Session Notes

Doppelsterne und Leo Triplet mit dem Doppel-Refraktor-Rig. Erster größerer Test der Nightbase-Tick&Audio-Funktion. Insgesamt zügiges Hoppen, weil die Kombination der beiden Refraktoren gut funktioniert und das rot gedimmte Handy in der Hand mit wechselnden Zoomstufen auf der Karte sehr hilft. Teils fast so schnell wie Goto.

관측 (14)

M37

OpenCluster Auriga

William Optics Triplet Apo, Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, Televue Nagler 13 mm

Seeing: III · Transparency: 4/5

Kurzes Suchen mit dem Williams 66. Doch gefunden erst mit dem Vixen ED 103. Es ist nautische Dämmerung, wohl nicht dunkel genug..

M36

OpenCluster Auriga

William Optics Triplet Apo, Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, Televue Nagler 13 mm

Seeing: V · Transparency: 4/5

Inzwischen 13 mm Nagler im ED 103. Kleineres Gesichtsfeld und damit den M36 gleich verloren, also Starhop im Redlight Modus im Williams 66 mit 32 mm Plössl. Jetzt hoppe ich noch ein paar mal hin und her, um die beiden zu vergleichen. M37 schien mir etwas heller.

M38

OpenCluster Auriga

Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: V · Transparency: 4/5

Der Hop zum M38 klappt auf Anhieb. Jetzt auch ein bisschen schlauer vorgegangen: Erstmal den 36er ganz an den Rand des Gesichtsfelds des 66mm Williams gestellt und dann die Sterne am gegenüberliegenden Rand identifiziert. Dort sieht man direkt einen schönen Sternbogen, der auf M38 hinweist. Verbesserungsmöglichkeiten in Nightbase, der schwache Nebel (Flaming Star) sollte vielleicht noch nicht so deutlich eingeblendet werden, wenn wir hier zwischen den prominenten offenen Sternhaufen hin und her springen. M38 jedenfalls attraktive kreuzförmige Anordnung von Sternen.
DoubleStar Perseus

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD

Seeing: III · Transparency: 4/5

Eta Perso einfach mal aus der Erinnerung angesteuert. Es ist ja nicht verboten, Sachen mehrfach zu besuchen. Und es macht Spaß, den einfach mal hier mit der neuen Audiofunktion zu beschreiben, weil man doch viel vergisst, wenn man nach einer längeren Session die Sachen dann aufzeichnen möchte. Ein ungleiches Paar. Deutlich schwächerer Begleiter, der mir leicht bläulich-weisser scheint.. Während Eta Persi selber Richtung orange scheint.

HIP 14043

DoubleStar Perseus

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD

Seeing: IV · Transparency: 4/5

Einer meiner speziellen Freunde, HIP 14043. Ein cooler kleiner Doppelstern, der noch nicht mal eine Flamsteed-Kennung hat. Beide Komponenten sind ziemlich weißlich, B-Komponent ist etwas schwächer. Ich sehe sie hier nach Nordosten stehen. Eher unbekannt, aber ein kleines Juwel, das man durch die hellen Nachbarn sehr leicht finden kann.
DoubleStar Cassiopeia

Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Tele Vue Panoptic 19 mm

Seeing: III · Transparency: 4/5

Iota Cas, ein alter Bekannter, den man immer wieder gerne im kleinen Teleskop besucht. Mit dem Vixen 103 ziemlich easy zu splitten, auch mit dem 13 mm. Aber weil ich die Farbe des Begleiters sehen möchte, nehme ich dann doch mal einen 7 mm Nagler. Leider werden dabei die Effekte meiner Linsentrübung deutlich sichtbar, doch kann ich den immer noch ganz gut trennen. Auch das Tube-Seeing ist deutlich besser geworden, Reflektor jetzt ausgekühlt und über der Hauptkomponente sehe ich gut den ersten Beugungsring. Die B-Komponente hätte ich schwächer geschätzt. Ich sehe hier im Pop-up in Nightbase im roten Modus, dass sie immerhin 6,9 Helligkeit hat. Längere Beobachtung und es wird immer besser. Vielleicht weil der Tubus besser auskühlt.
DoubleStar Cassiopeia

Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD

Seeing: V · Transparency: 4/5

Bequemer Hop zu Eta Cassiopeiae, mit einer lustigen Irritation. Gut zu sehen im 66er. Ich gehe rüber auf den 7mm Nagler am 103. Der Stern ist komisch. Ich denke, ich sehe den Doppelstern, aber da ist ein dritter Stern, der gehört da nicht hin. Ich denke, was ist mit meinem grauen Star los - grässlich!. Bin ganz irritiert, stehe auf, will das Okular wechseln. Achso, ich gucke durch die Äste des Apfelbaums, Cassiopeia steht nun tiefer.
OpenCluster Cassiopeia

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: V · Transparency: 4/5

Suche nach Caldwell 10. Keine Chance ihn zu sehen, obwohl er deutlich zwischen zwei Sternen im glasklaren Sternenmuster liegt. Aber NGC 663 springt total ins Auge. Mit dem 13 mm Nagler funkelt er im indirekten Sehen, bringt eine Masse zusätzliche Sterne. Lohnenswertes Teil. Nachtrag: Caldwell 10 entpuppt sich als einfach als Datenbankfehler, der ist ja identisch mit NGC 663. Guter Test! Deswegen machen wirs.
OpenCluster Cassiopeia

Rowson AZ75, TeleVue Panoptic 24 mm, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: III · Transparency: 4/5

NGC 654, recht schwach, um so einen Stern von vielleicht 6,5 Grössenklassen, der im Vordergrund steht, herum (HIP 8106). Indirekt gesehen wird es klar, dass es ein Sternhaufen ist. Im direkten Sehen mit den nicht optimalen Augen vielleicht 6, 7 Sterne.
Planet ---

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: III · Transparency: 4/5

Jupiter darf an diesem Abend nicht fehlen. Alle vier Monde schön in einer Reihe. Ich habe inzwischen gelernt, dass wenn ein Mond näher an Jupiter steht, dass das lange nicht heißt, dass es einer der inneren Monde ist. Aber ich sage jetzt mal, hier im Osten haben wir Io und Ganymed und im Westen, Europa und Kallisto. Seeing halbweg ok. Zarte Strukturen oberhalb und unterhalb der Bänder. Nagler 13 reicht mir jetzt erstmal. Ich bin zu faul, das Okular zu wechseln. Das praktische an den gekoppelten Refraktoren auf der Azimutalmontierung ist, dass man nur selten Okulare wechselt. Man kann einfach zum anderen Refraktor gehen. Für mich ist Juptier einfach immer wieder die Nummer 1. Hoffentlich bleibt er noch ein bisschen beobachtbar, so ein, zwei Monate, bis die Zwillinge dann zu früh untergehen.
DoubleStar Leo

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: V · Transparency: 4/5

Auf dem Weg zum Leo-Triplett, der Hopstar Iota-Leo. Gar nicht so leicht. Mit 13mm kann ich ihn nicht trennen, da muss das Nagler-Zoom her. Und auch da kämpfe ich ein bisschen. Laut Datenbank 2,3 Separation und der Begleiter ist nur 6,7. Aber ich meine, ich sehe ihn doch recht deutlich nach Nordosten. Die Farbe des Begleiters eher weißlich, also wenig Farbkontrast. Schöner Doppelstern, den ich nicht auf dem Schirm hatte, weil man immer, wenn man in der Ecke unterwegs ist, natürlich gleich zu den Galaxien geht. Relativ klarer erster Beugungsring bei 5mm.

M66

Galaxy Leo

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD

Seeing: V · Transparency: 4/5

Das Finale für heute Abend. Leo Triplet. Ein wirklich einfacher Hop über die klaren Asterisms zwischen Iota Leo und Chort (Theta Leo). Keine Chance bei NGC 3628.
M66 (Leo Triplet)
Galaxy Leo

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD, Televue Nagler 13 mm

Seeing: V · Transparency: 4/5

DoubleStar Leo

Rowson AZ75, Vixen SD 103, William Optics Zenithstar 66SD

Seeing: V · Transparency: 4/5

Leicht zu finden, leicht zu trennen: 54 Leo.