Caroline Herschel
1750 – 1848
Deutsch-Britisch
18. Jahrhundert
Entdeckte 8 Kometen und 14 Nebel; erste professionelle Astronomin
Biografie
Caroline Herschel zeichnet Beobachtungen auf, während Wilhelm durch ihr Spiegelteleskop beobachtet. Lithographie von Paul Fouché.
Lithograph by Paul Fouché, public domain, via Wikimedia Commons
Caroline Lucretia Herschel war eine bahnbrechende deutsch-britische Astronomin und die jüngere Schwester von Wilhelm Herschel. Nach einer schwierigen Kindheit, die durch Typhus geprägt war, der ihr Wachstum beeinträchtigte, folgte sie ihrem Bruder nach Bath, England, zunächst als Sängerin. Als Wilhelm sich der Astronomie zuwandte, wurde Caroline seine unentbehrliche Assistentin — sie schliff und polierte Teleskopspiegel und zeichnete Beobachtungen in langen kalten Nächten auf. Bald wurde sie selbst eine versierte Beobachterin, entdeckte acht Kometen (von denen fünf ihren Namen tragen) und 14 Nebel mit einem kleinen Newton-Reflektor. 1787 gewährte ihr König Georg III. ein jährliches Gehalt von 50 Pfund — womit sie die erste Frau in England war, die ein Regierungsgehalt für wissenschaftliche Arbeit erhielt. Später ordnete sie John Flamsteeds Sternkatalog neu und erweiterte ihn um 561 Sterne, die er übersehen hatte. Sie erhielt 1828 die Goldmedaille der Royal Astronomical Society und wurde 1835 zum Ehrenmitglied gewählt — die erste Frau, der diese Ehre zuteilwurde.
Wichtige Entdeckungen
Entdeckte acht Kometen (fünf tragen ihren Namen), darunter 35P/Herschel-Rigollet.
Entdeckte 14 Nebel, die später in den NGC-Katalog aufgenommen wurden.
Erste Frau, die ein Gehalt als professionelle Astronomin erhielt (1787).
Ordnete Flamsteeds British Catalogue neu und ergänzte 561 ausgelassene Sterne.
Erste Frau, die die Goldmedaille der Royal Astronomical Society erhielt (1828).