Charles Messier
1730 – 1817
Französisch
18. Jahrhundert
Erstellte den Messier-Katalog — die unverzichtbare Liste für die Deep-Sky-Beobachtung von Amateurastronomen
Biografie
Der Krebsnebel (M1), das erste Objekt in Messiers berühmtem Katalog
Public domain, NASA
Charles Messier war ein französischer Astronom, dessen bleibendes Vermächtnis ironischerweise ein Katalog von Objekten ist, die er eigentlich vermeiden wollte. Messiers wahre Leidenschaft war die Kometenjagd — er entdeckte oder ko-entdeckte 13 Kometen während seiner Karriere und wurde von König Ludwig XV. das "Kometenfrettchen" genannt. Allerdings wurde er wiederholt durch nebelige Objekte frustriert, die Kometen ähnelten, sich aber nicht bewegten. Um sich und anderen Kometenjägern Verwirrung zu ersparen, begann er, diese "Störobjekte" zu katalogisieren. Das Ergebnis, der Messier-Katalog, wuchs schließlich auf 110 Objekte an und umfasst einige der spektakulärsten Deep-Sky-Objekte der Nordhalbkugel: den Orionnebel (M42), die Andromedagalaxie (M31), den Krebsnebel (M1), die Plejaden (M45) und den Ringnebel (M57). Heute ist der Messier-Katalog die beliebteste Beobachtungsliste für Amateurastronomen weltweit, und die Durchführung eines "Messier-Marathons" — die Beobachtung aller 110 Objekte in einer einzigen Nacht — ist ein Initiationsritus.
Wichtige Entdeckungen
Erstellte den Messier-Katalog mit 110 Deep-Sky-Objekten, heute die beliebteste Beobachtungsliste für Amateurastronomen.
Entdeckte oder ko-entdeckte 13 Kometen.
Der "Messier-Marathon" (alle 110 Objekte in einer Nacht beobachten) ist eine beliebte Tradition der Amateurastronomie.
Sein Katalog enthält einige der großartigsten Schaustücke des Himmels: M31, M42, M45, M1, M57, M13 und M51.
Erster systematischer Versuch, Nebel von Kometen zu unterscheiden.