Galileo Galilei
1564 – 1642
Italienisch
Renaissance
Erste Teleskopbeobachtungen: Jupitermonde, Mondkrater, Saturnringe
Biografie
Galileos Zeichnungen des Mondes aus Sidereus Nuncius (1610), die ersten teleskopischen Mondbeobachtungen
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Galileo Galilei wird oft als "Vater der beobachtenden Astronomie" und "Vater der modernen Wissenschaft" bezeichnet. 1609, nachdem er von einer holländischen Erfindung namens Fernrohr gehört hatte, baute er schnell seine eigene verbesserte Version und wurde der Erste, der ein Teleskop systematisch auf den Himmel richtete. Was er sah, veränderte alles: Berge und Krater auf dem Mond (die bewiesen, dass dieser keine perfekte Kugel war), vier Monde, die den Jupiter umkreisten (die bewiesen, dass nicht alles die Erde umkreiste), die Phasen der Venus (die das heliozentrische Modell unterstützten), Sonnenflecken und die Auflösung der Milchstraße in unzählige einzelne Sterne. Seine Veröffentlichung Sidereus Nuncius (Sternenbote, 1610) sorgte in ganz Europa für Aufsehen. Sein Eintreten für das kopernikanische System brachte ihn in Konflikt mit der katholischen Kirche, was zu seinem berühmten Prozess und Hausarrest im Jahr 1633 führte. Trotzdem legte seine Arbeit die Grundlagen für die moderne Physik und Astronomie.
Wichtige Entdeckungen
Erste Teleskopbeobachtungen der Mondkrater und -berge (1609).
Entdeckte die vier größten Monde des Jupiter (Io, Europa, Ganymed, Kallisto) — die "Galileischen Monde".
Beobachtete die Phasen der Venus, die einen direkten Beweis für das heliozentrische Modell lieferten.
Löste die Milchstraße in einzelne Sterne auf.
Entdeckte die Saturnringe (obwohl er ihre wahre Form nicht erkennen konnte).
Beobachtete Sonnenflecken und bestimmte mit ihrer Hilfe die Rotationsperiode der Sonne.