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Henrietta Swan Leavitt

Henrietta Swan Leavitt

1868 – 1921

Amerikanisch

19. Jahrhundert

Entdeckte die Perioden-Leuchtkraft-Beziehung der Cepheiden-Veränderlichen

Biografie

Henrietta Leavitts Perioden-Leuchtkraft-Diagramm von 1912 für Cepheiden-Veränderliche in der Kleinen Magellanschen Wolke

Henrietta Leavitts Perioden-Leuchtkraft-Diagramm von 1912 für Cepheiden-Veränderliche in der Kleinen Magellanschen Wolke

Public domain, via Wikimedia Commons

Henrietta Swan Leavitt war eine amerikanische Astronomin, deren Entdeckung der Perioden-Leuchtkraft-Beziehung der Cepheiden-Veränderlichen der Menschheit ihre erste zuverlässige Methode zur Messung kosmischer Entfernungen gab. In Lancaster, Massachusetts geboren, schloss sie ihr Studium am Radcliffe College (damals Society for the Collegiate Instruction of Women) ab und trat dem Harvard College Observatory zunächst als Freiwillige bei, bevor sie ein bezahltes Mitglied von Pickerings "Harvard Computers" wurde. Mit der Aufgabe betraut, veränderliche Sterne in den Magellanschen Wolken zu katalogisieren, bemerkte Leavitt ein bemerkenswertes Muster: hellere Cepheiden-Veränderliche hatten längere Pulsationsperioden. Sie veröffentlichte diese Beziehung 1912 und merkte an, dass, da alle Sterne in der Magellanschen Wolke ungefähr gleich weit entfernt waren, die Korrelation zwischen Periode und scheinbarer Helligkeit eine wahre Beziehung zwischen Periode und intrinsischer Leuchtkraft widerspiegeln muss. Diese "Standardkerzen"-Methode wurde später von Edwin Hubble verwendet, um zu beweisen, dass Galaxien eigenständige Inseluniversen weit jenseits der Milchstraße sind, und um die Expansion des Universums zu entdecken. Leavitt erhielt zu Lebzeiten wenig Anerkennung und starb im Alter von 53 Jahren an Krebs.

Wichtige Entdeckungen

Entdeckte die Perioden-Leuchtkraft-Beziehung der Cepheiden-Veränderlichen (1912) — der Schlüssel zur Messung kosmischer Entfernungen. Ihre Entdeckung ermöglichte es Edwin Hubble zu beweisen, dass Galaxien jenseits der Milchstraße existieren. Die Cepheiden-Entfernungsmethode bleibt fundamental für die kosmische Entfernungsleiter. Katalogisierte 2.400 veränderliche Sterne in den Magellanschen Wolken — die Hälfte aller damals bekannten. Ihre Arbeit führte letztlich zur Entdeckung des expandierenden Universums.