Der Farnesische Atlas (2. Jahrhundert n. Chr.) — älteste erhaltene Darstellung der Himmelskugel. Die Sternbilder gehen vermutlich auf Hipparchs verschollenen Sternkatalog zurück.
National Archaeological Museum, Naples. Photo: Carlo Raso. Public domain, via Wikimedia Commons
Hipparch von Nicäa gilt weithin als der größte Astronom der Antike. Von der Insel Rhodos aus führte er akribische Beobachtungen durch, die über Jahrhunderte den Maßstab für astronomische Präzision setzten. Ihm wird die Erfindung der Trigonometrie zugeschrieben, und er war der Erste, der einen systematischen Sternkatalog erstellte, in dem er etwa 850 Sterne mit ihren Positionen und Helligkeiten aufführte. Seine bemerkenswerteste Entdeckung war die Präzession der Äquinoktien — eine langsame Verschiebung der Orientierung der Erdachse —, die er durch den Vergleich seiner eigenen Beobachtungen mit 150 Jahre älteren Aufzeichnungen nachwies. Hipparch entwickelte auch verbesserte Methoden zur Vorhersage von Sonnen- und Mondfinsternissen und berechnete die Entfernung zum Mond mit beeindruckender Genauigkeit.
Wichtige Entdeckungen
Erstellte den ersten umfassenden Sternkatalog mit ca. 850 nach Helligkeit klassifizierten Sternen.
Erfand das Helligkeitssystem (1 = hellste, 6 = schwächste), das in modifizierter Form noch heute verwendet wird.
Entdeckte die Präzession der Äquinoktien.
Entwickelte trigonometrische Methoden für astronomische Berechnungen.
Berechnete die Entfernung des Mondes von der Erde auf 7 % des modernen Wertes genau.
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