Messier 36 — Offener Sternhaufen in Auriga
Pinwheel Cluster
Über M36
Beschreibung
M36 ist ein heller offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann (Auriga), etwa 4.100 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er erstreckt sich über etwa 14 Lichtjahre und enthält rund 60 bestätigte Mitgliedssterne, mit einem scheinbaren Durchmesser von etwa 12 Bogenminuten. Das Alter des Haufens wird auf etwa 25 Millionen Jahre geschätzt, was ihn zum jüngsten der drei Fuhrmann-Messier-Haufen (M36, M37, M38) macht. Seine hellsten Mitglieder sind heisse B-Sterne, und im Gegensatz zum älteren M37 enthält M36 keine Roten Riesen — seine Sterne hatten noch nicht genug Zeit, sich von der Hauptreihe zu entwickeln. M36 wird manchmal mit einer jüngeren, weiter entfernten Version der Plejaden verglichen.
Beobachtungstipps
Im Zentrum des Fuhrmanns gelegen, ungefähr auf halbem Weg zwischen Theta Aurigae und Iota Aurigae. M36 bildet ein spektakuläres Trio mit M37 und M38 — alle drei passen in einen 5-Grad-Bereich und können nacheinander beobachtet werden. Im Fernglas erscheint M36 als kompakter, heller Dunst. Ein kleines Teleskop bei 60-100x löst den Haufen in ein hübsches Muster heller Sterne mit einer etwas kreuzförmigen Anordnung im Zentrum auf. Im Vergleich zu M37 ist M36 offener und weiter ausgebreitet. Am besten von November bis März zu beobachten, wenn der Fuhrmann hoch am Himmel steht.
Geschichte
Entdeckt von Giovanni Battista Hodierna vor 1654. Unabhängig wiederentdeckt von Guillaume Le Gentil 1749 und von Charles Messier am 2. September 1764 katalogisiert. Messier beschrieb ihn als Haufen schwacher Sterne im Fuhrmann. Die Jugend des Haufens und seine stellare Zusammensetzung haben ihn wertvoll für Studien zur frühen Sternentwicklung und der Anfangs-Massenfunktion von Sternentstehungsgebieten gemacht.
Wissenswertes
Wäre M36 in der gleichen Entfernung wie die Plejaden (444 statt 4.100 Lichtjahre), würde er ähnlich eindrucksvoll erscheinen und ein grosses Himmelsareal bedecken. Die jüngsten Sterne des Haufens befinden sich noch auf der Hauptreihe, was bedeutet, dass keiner von ihnen bisher Zeit hatte, sich zu einem Roten Riesen aufzublähen — ein deutlicher Unterschied zu seinem Nachbarn M37.
Beobachten
1Eigenschaften
Position & Bezeichnungen
2Wie leicht zu erkennen?
| Teleskop | Bortle 3 | Bortle 4 | Bortle 5 |
|---|---|---|---|
| 80 mm Refraktor 80mm Refr. | Leicht | Leicht | Leicht |
| 150 mm Newton 150mm Newt. | Leicht | Leicht | Leicht |
| Celestron C8 (203 mm SCT) C8 203mm | Leicht | Leicht | Leicht |
Bortle 3 = ländlich · 4 = Stadtrand · 5 = Vorstadt
3Sichtbarkeit
Standort in den Benutzereinstellungen festlegen um Sichtbarkeitsdaten zu sehen.
4
Okularansicht
5
Beste Vergrößerung
6Wo dieser Haufen in der Zeit steht
Offene Sternhaufen umfassen mehr als vier Größenordnungen an Alter — von jungen OB-Assoziationen bis zu uralten, metallreichen Gebilden.
7
Farben-Helligkeits-Diagramm
Das Farben-Helligkeits-Diagramm eines Sternhaufens verrät sein Alter: je bläulicher der Abknickpunkt der Hauptreihe zu den Roten Riesen, desto jünger der Haufen.
Jeder Punkt ist ein Gaia-DR3-Mitglied. Farbe codiert den Spektraltyp; Größe spiegelt die Mitgliedschaftswahrscheinlichkeit wider.
Erkunden
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Klassifikationsdekoder
Entdecken
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Lichtlaufzeit-Zeitmaschine
10
Relativistische Reise
Community-Fotos (1)
Credit: Chuck Ayoub. License: CC0. (Wikimedia Commons)
Skybred Feb 28, 2026
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