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Jocelyn Bell Burnell
b. 1943
Nordirisch
20. Jahrhundert
Entdeckte Pulsare als Doktorandin
Biografie
Aufzeichnung des ersten identifizierten Pulsars (CP 1919) — entdeckt von Bell Burnell im Jahr 1967
Wikimedia Commons, public domain
Dame Jocelyn Bell Burnell machte eine der wichtigsten astronomischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts, als sie noch Doktorandin in Cambridge war. 1967, bei der Analyse von Daten eines Radioteleskops, das sie mitgebaut hatte, bemerkte sie ein merkwürdiges sich wiederholendes Signal — einen regelmäßigen Puls alle 1,337 Sekunden, viel zu präzise, um natürliches Rauschen zu sein.
Ursprünglich "LGM-1" (Little Green Men) getauft, stellte sich das Signal als schnell rotierender Neutronenstern heraus — ein Pulsar. Bell Burnell fand bald drei weitere Pulsare und etablierte sie als neue Klasse astronomischer Objekte. Die Entdeckung bestätigte die theoretische Vorhersage, dass Neutronensterne existieren, und eröffnete einen völlig neuen Zweig der Astronomie.
Kontrovers ging der Nobelpreis für Physik 1974 für die Entdeckung an ihren Doktorvater Antony Hewish und an Martin Ryle, aber nicht an Bell Burnell selbst. Sie ist bemerkenswert gelassen mit dieser Auslassung umgegangen und sagte, sie glaube, dass das Nobelkomitee angesichts der damaligen Konventionen die richtige Entscheidung getroffen habe. 2018 wurde sie mit dem Special Breakthrough Prize ausgezeichnet und spendete die gesamten 2,3 Millionen Pfund für Physik-Stipendien für unterrepräsentierte Gruppen.
Wichtige Entdeckungen
Entdeckte Pulsare (1967) — schnell rotierende Neutronensterne
Fand vier Pulsare und etablierte sie als neue Objektklasse
Die Entdeckung bestätigte die Existenz von Neutronensternen
Ausgezeichnet mit dem Special Breakthrough Prize in Physics (2018)
Ihre Entdeckung begründete das Feld der Pulsarastronomie